by Gilly
Nachdem ich 2005 „Der Schwarm“ von Frank Schätzing gelesen hatte, habe ich nun seinen Nachfolgeroman „Lautlos“ (erschienen 2006) als Mängelexemplar gefunden. „Der Schwarm“ fand ich bis auf den Anfang sehr gut geschrieben und konnte mich nun bei „Lautlos“ daher darauf einstellen, dass Frank Schätzing auch bei diesem Krimi einige Seiten braucht, um richtig warm zu werden.
Diese Erfahrung wurde auch bis zum ersten Drittel bestätigt.
Der Klappentext wirbt hier mit: „Sieht Dr. Liam O`Connor, genialer Physiker und Bestsellerautor, Gespenster? Wird Köln wirklich von einer unbekannten Macht unterwandert, wenige Tage bevor hier die weltpolitische Elite zum G-8-Gipfel zusammenkommt? Tatsächlich stößt O`Connor auf eine Verschwörung und eine unheimliche Waffe, die einen neuen Kalten Krieg auslösen könnte. In einem atemlosen Katz- und Mausspiel versucht er, die Katastrophe zu verhindern. Doch die Gegner scheinen immer einen Schritt voraus zu sein…“
Leider fand ich persönlich das Buch etwas langweilig durch die fast im Zentrum stehende Beziehungsgeschichte zwischen dem Physiker O`Connor und seiner Pressereferentin Wagner. Dennoch punktete Schätzing auch in diesem Buch mit unvorhersehbaren Wendungen und brachte einen ganz passablen Krimi zustande. Der Rezension der Berliner Morgenpost " "Lautlos" ist um Längen besser als die amerikanische Dutzendware, die den deutschen Thrillermarkt überschwemmt. Selbst Autoren wie Grisham oder Turow schreiben nicht besser als Schätzing." kann ich hierbei aber nicht zustimmen. Aber natürlich habe ich „Lautlos“ auch erst jetzt gelesen, nachdem ich durch alle Teile von Dan Brown durch war
Hut ab vor seinen Recherchekünsten. Sowohl die Stadt und den Flughafen von Köln, als auch die Thematik des Kosovo-Konfliktes bindet Schätzing wunderbar in seinen Krimi ein und man kann sich recht gut lokal und auch thematisch orientieren.
Das Ende war mir persönlich etwas zu offen…aber ich bin ja auch ein Fan von absoluten Happy-Ends.
Recent Comments